RIAN CORNEI


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Das Rian Cornei ist eines der bekanntesten Klettergebiete bei Finale. Es handelt sich dabei um ein sehr natürliches und grünes Tal, in welchem sich eine Vielzahl an Kletterfelsen befinden. Die einzelnen Sektoren sind nicht immer einfach zu finden, aber war man erfolgreich, dann eröffnet sich einem mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein wunderbarer Klettertag. Nicht alle Sektoren sind top - aber doch sehr viele! Das Rian Cornei solltet ihr unbedingt in euer Kletter-Menü aufnehmen.


Hier warten die folgenden Sektoren auf deine Hände: 1. Un domani, 2. Buridda, 3. Falesia dell invidia, 4. Gelateria del bosco, 5. Italsider inferiore, 6. Italsider superiore, 7. Falesia degli amici, 8. Ciappo delle conche settore supperiore, 9. Ciappo delle conche settore inferiore, 10. Bocca di Bacco, 11. Placca Graziella, 12. Galesia del gufo, 13. Falesia del delfino, 14. Falesia del ragno, 15. Gola dei briganti inferiore, 16. Gola dei briganti superiore, 17. Falesia della formica, 18. La goletta, 19. La consolle, 20. Cordon bleu, 21. Placconata, 22. Avancorpo della placconata centrale, 23. Falesia dell eco superiore, 24. Falesia dell eco inferiore, 25. Falesia della tranquillita, 26. Falesia del guru, 27. Camelot 2, 28. Camelot 1, 29. Falesia del nirvana, 30. Falesia di parsifal, 31. Falesia dell orso, 32. Falesia del silenzio superiore, 33. Falesia del silenzio inferiore, 34. Striature obese, 35. Tempio del vento, 36. Falesia del cinghiale, 37. Falesia della volpe, 38. Falesia del lupo, 39. Falesia del geko. Im Folgenden werde ich diejenigen Sektoren näher beschreiben, in denen ich selber schon klettern war und somit eine eigene Meinung habe.

Also los:

15. und 16. Gola dei briganti inferiore und superiore:



Der Gola dei Briganti ist ein angenehmes Klettergebiet für den Sommer, da die Exposition Nord bzw. Nordwest ist. Es gibt einen unteren (inferiore) und einen oberen (superiore) Sektor. Den unteren habe ich nur im Vorbeigehen gescreent, den oberen schon paar Mal besucht. Dort am oberen Sektor weit rechts hat es angenehme Schwierigkeitsgrade an tollem Löchlifels, den man in der Schweiz suchen muss. Die Löchli-Routen pumpen, aber sind fliessend zu klettern. Im unteren Sektor hat es etwa 32 Routen von 5a bis 8a+, die zwischen 10 und 20 Meter hoch sind. Die Grade sind mehrheitlich taff, hier solltest du dich solide im Bereich 6c bewegen können. Am oberen Sektor hat es etwa 32 Routen von 5b bis 7c. Der Einstieg ist auf 200 bis 230 müm. Das Gros der Routen ist im 6er Bereich und die Wandhöhe beläuft sich auf etw 10 bis 12 Meter. Mir passt das Gebiet sehr, es ist mir sympathisch. Auch denke ich, dass es ein relativ familienfreundlicher Spot ist.

Punkto Zustieg: Parkieren am Ponte Cornei (aber nicht auf den Plätzen des Restaurants..). Von dort über die Brücke und dann dem Pfad ins Rian Cornei hinein folgen. Und an einem bestimmten Punkt muss links abgebogen werden. Doch bloss wo? Wenn mans weiss, dann ist es einfach, denn: laufen, bis man den Wegweiser entdeckt, auf dem in grossen Lettern "Gola dei Briganti" steht. Dann dem angegebenen Pfad folgen. Man kommt direkt an den Felsen vorbei.



21. Placconata:



Der Sektor Placconata wurde im Jahr meiner Geburt, also 1983, eröffnet. Der Klettergarten ist zwar sehr hübsch gelegen und bietet, da er sich weit oben im Rian Cornei befindet, eine hübsche Aussicht auf das Klettertal. Mittlerweile sollen auch viele Routen saniert worden sein. Doch man merkt dem Spot die vielen Jahre an. Einige der Routen weisen nicht mehr sonderlich rauhe Stellen auf. Und wir erwischten viele Routen, deren Absicherung mehr als zweifelhaft war. Vielleicht hat sich dies in den Jahren, die seit meinem Besuch vergangen sind, verändert - wer weiss was? Die um die 30 Routen befinden sich weitgehend im 6er Bereich und der Wandfuss ist nicht hyper- aber zumindest einigermassen bequem.

Der Zustieg erfolgt quasi "von oben", es wird am Parkplatz Casermone das Auto verlassen und ab da runter stechen auf den Pfad, der durch den tiefsten Punkt des Tals verläuft. Kaum auf dem Pfad angekommen und wenige Meter in Richtung Meer gelaufen, geht auf der anderen Seite des Tals ein Pfad hoch zur Placconata.



23. und 24. Falesia dell eco superiore und inferiore:



Der Sektor Falesia dell eco unterteilt sich in einen oberen (superiore) und einen unteren Sektor (inferiore). Ich war bislang stets am unteren Sektor und kann somit ausschliesslich dazu etwas sagen. Ich war schon einige Male in diesem Klettergarten und werde wohl noch so einige Male dahin pilgern im Laufe meines Lebens, denn: das ist ein cooler Spot. An dieser Felswand hat es etwas über 40 Routen, im Bereich von 5c bis 6c+ und einer Wandhöhe von um die 10 bis 20 Meter. Also genau, wie ich es mag. Zudem handelt es sich um Löchli-Fels. Das hat seine Vor- und seine Nachteile, bekannterweise. Einerseits pumpt man schnell aus und die Routen sind kraftraubend. Anderseits liebe ich genau solchen Fels und seine technisch schwierigen Stellen. Die Ausrichtung des Felsbands ist westlich, will heissen, dass es hier erst ab Nachmittag Sonne hat. Ein Besuch in der kälteren Jahreszeit sollte somit nachmittags erfolgen, denn wie ich selber festgestellt habe, friert man sich hier sonst was ab.

Im Kletterguide wird als Ausgang für den Zustieg der Parkplatz Casermone empfohlen. Stattdessen startete ich stets von der Ponte Cornei aus und spazierte das Tal "hoch". Ich mag lieber am Anfang des Tages den steilen Part überwinden, sodass es am Ende des Tages hinunter geht. Geschmacksache, aber ich kann den Zustieg so rum bestens empfehlen. Die Crux ist jedoch zu wissen, wann man vom durch das Tal führenden Pfad rechts hoch stechen muss. Ich lande jedes Mal im falschen Spot. Gemäss Kletterguide wäre es aber einfach. Wenn du so wie ich den Weg von unten her einschlägst, dann beim zweiten roten Zeichen - zwei Punkte und ein Strich - rechts einen schmalen Pfad hoch gehen. Aber ich verpass das jedes Mal... ein Doktortitel ist nicht mit Intelligenz gleichzusetzen...



30. Falesia di parsifal:



Den Sektor Falesia di parsifal mag ich sehr. Dabei handelt es sich um eine für Finale-Verhältnisse relativ kleingeratene Felswand mit einer Handvoll Routen. Obgleich ich schon ein paar Mal da war, wirds mir da nicht langweilig und ich werde sicher eines Tages ein weiteres Mal dahin traben. Es ist ein relativ neuer Klettergarten von 2006 und bietet gerade Mal 8 Routen (von links nach rechts: 6a+, 6b+, 6b+, 6a+, 6a, 6a+, 6a+, 5b). Eigentlich ist die Wand wirklich nichts Besonderes, aber die moderaten Schwierigkeitsgrade, der tolle Löchlifels und die unglaubliche Rauheit des Felsens ziehen mich dennoch an. Am Wandfuss ist es nicht mega bequem, aber genügend gut. Die südwestliche Ausrichtung bedeutet, dass es hier ganztags Sonne hat.

Der Zustieg erfolgt via den Sektor Orso, der ohnehin als nächstes beschrieben wird:



31. Falesia dell orso:



Am Sektor Falesia dell orso haben mein damaliger Kletterpartner und ich mal einige wenige Routen geklettert. Obwohl der Fels gut war und die 1001 Löcher witzig zu klettern, hat uns der Sektor wenig zugesagt und wir verliessen ihn bald wieder. So bleibt dies leider auch die einzige Aussage, die ich über diese Wand machen kann. Ich würde diese Wand niemals als Tagesziel auserkoren und höchstens nochmals in Erwägung ziehen, wenn alle anderen Wände im Rian Cornei total überlaufen sind - was gut sein kann. Ich war einmal an Ostern im Sektor Falesia del silenzio und hätte vor lauter Gedränge und Schlange stehen beinahe Schreikrämpfe bekommen. An einem solch derben Tag würde ich diese Wand nochmals in Betracht ziehen, sonst nicht - denn weder haben mich die 16 Routen im mittleren 6er Bereich noch das wenig heimelige Ambiente überzeugt.

Hinsichtlich Zustieg: Geparkt wird an der Ponte Cornei und dann dem üblichen Pfad durchs Rian Cornei hindurch folgen. Jedoch nicht lange: ungefähr da, wo der anfänglich wenig hübsche Pfad plötzlich breit und wegsam wird, geht rechts ein Pfad ab. Das ist kurz nachdem links ein Pfad abging, der mit "Gola dei briganti" beschildert ist. Ab der Ponte muss mit etwa 20 Minuten Zustiegszeit gerechnet werden - sofern dus auf Anhieb findest.



32. und 33. Falesia del silenzio superiore und inferiore:



Der Falesia del silenzio gehört wohl zu den bekanntesten Sektoren im Rian Cornei. Entsprechend krass überlaufen kann es hier sein und der Name des Klettergebiets ist nur noch Schein. Beispielsweise, wie oben schon mal angetönt, an Ostern oder anderen Feiertagen oder offiziellen Ferien. Unglaublich wie voll es hier werden kann. Wer Zürcher ist, wird mit folgendem Beispiel was anfangen können: Wie das Gaswerk an einem schlechtwettrigen Sonntag. Aber naja, es gibt schon Gründe wieso. Denn es handelt sich beim Falesia del silenzio klar um ein sehr cooles Gebiet. Der Spot wird in eine obere (superiore) und eine untere (inferiore) Wand unterteilt. Insgesamt hat es hier etwas über 60 Routen im Bereich von 5b bis 7c+. Hier sind höhere Grade jedoch klar in der Mehrheit und du solltest ein sehr solides 6er Niveau mitbringen, um hier Kletterspass zu haben. Auch sind die Routen, wie üblich um Finale, eher taff bewertet. Sowohl die obere als auch die untere Wand sind südwestlich ausgerichtet, was bedeutet, dass es hier jede Menge Sonne hat. Also kein Gebiet für den heissesten Tag des Jahres. Ein paar der Routen sind mittlerweile etwas abgegriffen - wieso wohl?

Der Zustieg kann von der Ponte Cornei oder von Orco her erfolgen. Beides ist etwas gleich lang. Während man von der Ponte her hoch kraxeln muss, das mitunter via recht verwachsene Wege und schweissgebadet oben ankommt, geniesst man von Orco her zwar die tolle Aussicht über das Tal und sowieso, doch muss man schauen, dass man nicht vom Weg abkommt und zudem an die Wand runter kraxeln. Your choice.


Bislang sind das leider alle Sektoren, die ich im Rian Cornei besucht habe. Es kommen aber mit Sicherheit im Laufe der Zeit weitere hinzu.

Zustieg:
Anstatt langer Worte - und die wären in Anbetracht der 1001 Sektoren in Rian Cornei und der Beschreibung der Zustiege dahin wirklich lang - schalte ich hier lieber eine Karte auf und verweise zudem auf die mehr oder weniger guten Zustiegs-Beschreibungen im unten aufgeführten Kletterguide.




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Fazit:
4-Sterne4-Sterne4-Sterne4-Sterne


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Zuletzt aktualisiert:
1. März 2016 von Sandy


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