HNAPPAVELLIR


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Hnappavellir - ein nordisch-exotisches Sportklettergebiet der Superlative. Das Begrüssungskomitee besteht aus interessierten und neugierigen Islandponys. Sie traben entgegen in dem Moment, in dem sie einen erblicken. Daneben hoppeln kleine weisse Schäfchen, flauschig und süss. Die Fauna Islands wird komplettiert mittels Falken. Ich bin keine Ornithologin, vielleicht wars auch ne Taube. Aber mit Sicherheit ein feines Vögeli. Anyway. Der Felsen mündet in eine Wiese. Kein Wieschen - eine Wiese. Eine so-weit-das-Auge-reicht-Wiese. Daneben rauscht ein kleiner Fluss, wie ein Adernetz umspannen Flüsse das riesengrosse Wiesenteil und münden im Meer weiter vorne. Ah ja genau, Meeranschluss hat das Klettergebiet ebenfalls. Direkt am Felsen wurde von lokalen Kletterern eine Hütte gebaut, die allgemein zugänglich ist. Darin hats einen grossen Tisch und Bücher und Kletterguides und Kerzli und mittlerweile auch Werbematerial von mir. Der Felsen selbst ist vielleicht das einzig gewöhnungsbedürftige - er ist etwas schlipferig. Mehr Negatives fällt mir nicht ein. Die Absicherung ist bestens, die Routen schön und schön zahlreich und schön knackig. Schliesslich muss nur noch das Wetter Islands mitspielen bei deiner Kletteraktion. Denn das ist die wahre Crux. Wir waren eine Woche auf der wunderschönen Insel und erlebte währenddessen Schneestürme und einen Orkan mit 120 km/h Spitzengeschwindigkeit, Regenfälle zahlreich. Glück braucht man auf Island. Und warme Kleider, um mangelndes Glück hinsichtlich Wetter zu kompensieren. Aber es lohnt sich. Island ist ein Abenteuer, nicht für jedermann, aber für uns definitiv. Island ist ein taffes Land. Es ist weit, es ist kalt, es ist einer der windigsten Flecken dieser Welt. Das muss man wollen, das muss man suchen. Ich such das. Ich komme wieder, keine Frage. Aber mit noch mehr Daunen.


Routen:
Vor Ort befindet sich der Kletterguide des Gebiets in der Hütte. Demgemäss hat es hier und an weiteren Felsen in der Gegend sehr viele Routen, ich tippe auf insgesamt etwa 100. Die Schwierigkeitsgrade verteilen sich, doch ist ein höheres Niveau in diesem manchmal schlipfrigen und ungewohnten Basalt sicher vorteilhaft. Die Wandhöhe überschreitet gemäss Augenmass keine 20 Meter. Die Absicherung ist okay.


To-Do-Tipp:
Next time


Gestein:
Basalt


Einstieg auf:
0 müm


Exposition:
Süd


Situation:
Das Gebiet liegt südlich ausgerichtet auf Meereshöhe. Das Meer ist am Horizont zu erkennen. Das Felsband erstreckt sich vermutlich über mehrere hundert Meter, wobei die meisten Routen in der Nähe der von Kletterern erbauten Hütte zu finden sind. Island ist berühmt und berüchtigt für seine starken Winde und das oft unwirtliche Wetter, daher ist etwas Glück und Geduld zwingend notwendig.


Regensicher:
Nein


Zustieg:
Sobald man den "Ort" Hnapavellier, der sich direkt an der Ringsttrasse befindet, bestehend aus ca. 3-4 Bauernhöfen, gefunden hat, hat mans eigentlich schon geschafft. Von da weiter in Richtung Osten fahrend (das Meer zur rechten), beim 2ten Schild nach Dorfende nach rechts in Richtung Meer abbiegen und einem Feldweg folgen. Man haltet sich rechts, dem gut sichtbarem Felsen entgegen. Wir fuhren, bis uns ein allzu munterer Fluss den Weg versperrte und trabten von da zu Fuss zum Fels. Zugang mit ÖV stelle ich mir eher schwierig vor, ich denke ein Auto zu mieten lohnt sich auf Island sowieso.


Humana:
Wir haben den wunderschönen Spot im Oktober besucht, nicht mehr gerade Hauptsaison in Island und eigentlich schon gar nicht zum klettern. Wir waren die einzigen in diesem tollen Klettergebiet. Doch als wir den Fels verliessen, kreuzten wir einen Kanadier, der den schönen Tag ebenfalls mit klettern verbringen wollte. Wir haben Bilder gesehen (in der Hütte), wo bei Sonnenschein um die Hütte richtige Campingstimmung herrschte. Also denke ich schon, dass an schönen Sommertagen einige Leute anzutreffen sind. Diese hingegen können sich, in dem sehr grossem Gebiet, gut verteilen.


Familienfreundlichkeit:
Bei diesem Klettergarten handelt es sich um ein sehr familienfreundliches Gebiet. Der Wandfuss ist eine riesige, ebene Wiese, ideal um kleine wie grössere Kinder mitzunehmen. Es hat genügend Platz für alle. Der Fussball kann mitgerollt werden. Es hat nicht viele einfache Routen, aber ein paar wenige hats. Hier können sich die Kleinen auch vertikal bewegen. Sollte es zu sonnig sein - oder zu windig - dann ab ins allen offen stehende Häuschen oder gleich ein kleines (!) Sonnen- oder Windzelt aufstellen. Dieses Klettergebiet kommt mit eigenem Streichelzoo (in Form süsser Ponys).


Varia:
Der Spot ist ideal und zum Campen eingerichtet, ein Toilettenhäuschen, die für alle offene Kletterhütte, sowie Tische und ein Grillplatz sind vorhanden. Sehr gepflegt und schön gemacht das ganze. Schaut einfach darauf den Bauern den Weg frei zu halten, es wird gerne, laut und dauerhaft gehupt.


Interaktiv:
Wir sind offen für Anregungen! Ihr habt Ergänzungen oder wisst es besser? Voll okay! Bitte teilt uns euren Kommentar per E-Mail mit. Wir prüfen eure Kommentare dann und bei bestandener Prüfung werden diese hier unten eingefügt.


Fazit:
Für mich hat dieser nordische Exot: 5-Sterne5-Sterne5-Sterne5-Sterne4-Sterne


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Zuletzt aktualisiert:
28. März 2016 von Sandy


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