YVORNE-DRAPEL

Yvorne-Drapel, hinter diesem Namen verbergen sich zwei Gebiete: Yvorne links von der gleichnamigen Ortschaft, Drapel rechts davon. Und dabei gibt es meines Erachtens einen klaren Sieger: Drapel passt mir besser. Drapel bietet zwei Sektoren, einen unteren und einen oberen Felsen. In meinen Augen am hübschesten ist es in den Sektoren Satriani und Mère Noëlle - wer hat ne andere Meinung? Insbesondere die Routen on the very beginning, nämlich bspw. Porquipik, 6c, oder etwas weniger challenging One 4 me, 5b+, fand ich exzellent. Das lohnt sich auf jeden Fall. Der Felsen ist einfach zu erreichen. Man hat etwas Mühe im Dorf Yvorne die richtige Abzweigung nach rechts zu finden, hat man sie aber mal gefunden, ab da läufts einfach. Gleich vorweg ein Tipp diesbezüglich: bei der Postautohaltestelle abzweigen. Man glaubt es der Abzweigung nicht so recht, sie kommt recht schmal daher, aber nimm sie. So kommst du an. Der Felsen namens Yvorne hat mich weniger überzeugt. Es handelt sich um einen Felsen im ähnlichen Stil wie der Drapel, aber fühlt sich anders an, das Routenangebot ist nicht so breit wie in Drapel, die Routen überzeugen nicht so wie in Drapel. In Yvorne dünkten mich doch einige Routen schmierig-abgegriffen, auch das Stehgelände ist schmal und abschüssig (klar, mit Ausnahmen). Das Ambiente ist beiderfelsens sehr schön, sonnig, warm, auch im Winter bei entsprechender Witterung kletterbar. Allerdings ist es in Yvorne etwas lauter, da man das Getöse vom Tal her gut hören kann.


Routen:
In Drapel sind die Routen auf zwei Sektoren verteilt, und zwar hat es insgesamt gegen die 170 Routen von 4a bis 8a. Es ist empfehlenswert hier im 6er klettern zu können, sonst kommst du vielleicht nicht so auf deine Kosten. In Yvorne hat es etwas über 60 Routen, welche von 4b bis 7b+ reichen. Auch hier ist es trotz einiger leichterer Routen schon besser, du bewegst dich im 6er oder hast jemanden dabei, der das tut und dir n Seil reinhängt :) Die Routen sind sehr unterschiedlich hoch, bis zu 60 Meter. Es ist niemals verkehrt immer auf ein 70er Seil zu setzen, so kommst du in 99% der Schweizer Klettergärten zumindest nie ans seilmässige Limit.


To-Do-Tipp:
Die Touren Porquipik 6c, One 4 me 5b+ und Le père Michel est une réalité 6a gefielen mir in Drapel sehr gut.


Gestein:
Kalk


Einstieg auf:
um die 600 müm


Exposition:
Süd


Situation:
Sonnenexponierte Felsen. Es hat Bäume, sodass der Sichernde etwas von der Sonne geschützt sein sollte, der Kletterer ist oftmals in der Sonne. In Drapel hat es oftmals vor den Routen ein Band, auf dem man gut stehen kann, in Yvorne ist dieses Band oft recht schmal und abschüssig. Grössere Kinder sollten beiderorts klar kommen, für kleinere Kinder ist das weniger was.


Regensicher:
Nein


Zustieg:
Für Drapel: Im Dorf Yvorne bei der Postautohaltestelle rechts abbiegen und die kleine Strasse einschlagen. Ja, sie ist schmal, aber es ist die richtige. Der folgen bis in den Wald. Dort hat es eine Fläche, die du dann schon als Parkplatz erkennen wirst. Sonst meine Fotos anschauen, da steht irgendwann mein Mini mal auf der Lichtung da. Ab da zu Fuss, es ist relativ ersichtlich, wolang. Der Nase bzw. den Steinmännern folgen. Für Yvorne: Noch vor dem gleichnamigen Dorf das Auto oder die Füsse in Richtung Kirche lenken. Die ist relativ gut ersichtlich, das findest du. Da parkieren oder im Falle der Füsse: da passieren und zwar links hinter der Kirche der Strasse in Richtung Reben folgen. Nicht die Strasse rauf! Solange auf dem Weg bleiben, bis er wirklich endet. Und da geht ein Pfad ab, rechts, der dich zu dem Felsen führen wird.


Humana:
An sommerlichen Wochenenden ist der Fels voll. In der kälteren Jahreszeit, dank des Skitourismus, eher wenig Betrieb.


Familienfreundlichkeit:
Für kleinere und grössere Kinder steht zwar kein allzu breites Band zu Verfügung, aber wenn sie sich vorsichtig verhalten können, dann können sie mit. Der Fussball kann klar daheim bleiben. Für Babys in Tragen ist das nichts.


Varia:
Wenn man wirklich motzen will, aber das ist etwas gesucht: die Autobahn könnte super dezent nerven. Wer ein feines Gehör hat, der hört das Teil, typisch Rhonetal halt.


Interaktiv:
Wir sind offen für Anregungen! Ihr habt Ergänzungen oder wisst es besser? Voll okay! Bitte teilt uns euren Kommentar per E-Mail mit. Wir prüfen eure Kommentare dann und bei bestandener Prüfung werden diese hier unten eingefügt.


Fazit:
4-Sterne4-Sterne4-Sterne4-Sterne


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Zuletzt aktualisiert:
23. Januar 2016 von Sandy


Links
  • wikipedia.org Infos über das Dorf Drapel auf Wikipedia
  • yvorne.ch Offizielle Website des Dorfes Yvorne mit Webcam
Kletterguide
Kletterguide für Jura, Waadt, Wallis u.a. von Claude und Yves Remy, 2010

Der Kletterguide Plaisir West vom Filidor Verlag
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